Wie funktioniert eine Waermepumpe?
Kategorie: Grundlagen | Lesezeit: ca. 5 Minuten
Das Prinzip hinter der Technologie
Eine Waermepumpe ist eine der effizientesten Heizloesungen, die heute auf dem Markt erhaeltlich sind. Doch wie funktioniert sie eigentlich? Im Kern arbeitet eine Waermepumpe nach demselben physikalischen Prinzip wie ein Kuehlschrank – nur in umgekehrter Richtung. Waehrend ein Kuehlschrank Waerme aus seinem Inneren nach aussen transportiert, entzieht eine Waermepumpe der Umgebung Waerme und gibt diese ins Gebaeude ab.
Der Prozess laesst sich in vier Schritte unterteilen: Verdampfung, Verdichtung, Kondensation und Expansion. Im ersten Schritt nimmt ein Kaeltemittel mit sehr niedrigem Siedepunkt Waerme aus der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser auf und verdampft dabei. Im zweiten Schritt verdichtet ein Kompressor dieses Kaeltemittelgas, wodurch seine Temperatur stark ansteigt.
Verdichtung und Kondensation
Das erhitzte, hoch verdichtete Kaeltemittelgas gibt seine Waerme anschliessend im Kondensator an das Heizungswasser ab. Dabei kuehlte das Kaeltemittel ab und kondensiert zu einer Fluessigkeit. Das Heizungswasser wird so auf Temperaturen gebracht, die fuer Fussbodenheizungen (35-45 Grad Celsius) oder auch Radiatoren (bis 65 Grad Celsius bei modernen Hochtemperatur-Waermepumpen) ausreichen.
Im vierten und letzten Schritt durchlaeuft das fluessige Kaeltemittel ein Expansionsventil, wo es entspannt und wieder abkuehlt – der Kreislauf beginnt von vorne. Dieses geschlossene System laeuft kontinuierlich und verbraucht dabei deutlich weniger elektrische Energie als es an Waermeenergie bereitstellt.