CO₂-Steuer und ETS II: Warum fossile Heizungen immer teurer werden
Wer noch mit Öl oder Gas heizt, zahlt bereits heute eine CO₂-Abgabe – und diese wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Für Hausbesitzer ist das ein klares Signal: Die Zeit des günstigen fossilen Heizens ist vorbei. Wer jetzt umrüstet, sichert sich gegen steigende Energiekosten ab und profitiert von den derzeit noch hohen staatlichen Förderungen.
Die nationale CO₂-Abgabe
Deutschland erhebt seit 2021 eine nationale CO₂-Abgabe auf Heizöl, Erdgas und Treibstoffe. Gestartet bei 25 Euro pro Tonne CO₂ ist der Preis schrittweise gestiegen und liegt mittlerweile bei 55 Euro pro Tonne. Für einen Haushalt, der jährlich 20.000 Kilowattstunden mit Erdgas heizt, entspricht das einer jährlichen CO₂-Abgabe von rund 220 Euro – eine Belastung, die Gasheizungen gegenüber Wärmepumpen zunehmend teurer macht.
Was die CO₂-Abgabe konkret kostet
Heizöl (20.000 kWh/Jahr): ca. 320 € CO₂-Abgabe. Erdgas (20.000 kWh/Jahr): ca. 220 € CO₂-Abgabe. Prognose mit ETS II: Kosten könnten sich mittelfristig verdoppeln.
ETS II: Das europäische Emissionshandelssystem für Gebäude
Ab 2028 kommt eine weitere Belastung: Das europäische Emissionshandelssystem wird auf Gebäude und Verkehr ausgeweitet. Fossile Brennstoffe für das Heizen müssen dann mit Emissionszertifikaten belegt werden, deren Preis sich am Markt bildet. Experten rechnen mit Preisen zwischen 45 und 150 Euro pro Tonne CO₂ in der Einführungsphase. Die Kombination aus nationaler CO₂-Abgabe und ETS II könnte Heizöl und Gas mittelfristig um 50 bis 100 Prozent verteuern.
Jedes Jahr, das man mit dem Umstieg wartet, kostet doppelt: Man zahlt weiterhin steigende Betriebskosten für die fossile Heizung und verpasst die aktuell noch hohen Förderungen.
Die wirtschaftliche Logik des frühen Umstiegs
Wer jetzt umsteigt, kombiniert maximale Förderung mit minimalem Risiko steigender fossiler Energiepreise. Eine Wärmepumpe, die heute eingebaut wird, schützt den Haushalt für 20 bis 25 Jahre vor Preisrisiken im fossilen Energiemarkt. Eine Investitionsrechnung, die in die meisten Haushalte passt – besonders wenn man die staatlichen Zuschüsse von bis zu 70 Prozent einrechnet.