Luft-Wasser-Waermepumpe: Installation und Aufstellung
Kategorie: Installation & Technik | Lesezeit: ca. 5 Minuten
Wo kann die Ausseneinheit aufgestellt werden?
Die Wahl des richtigen Aufstellortes fuer die Ausseneinheit einer Luft-Wasser-Waermepumpe ist entscheidend fuer den effizienten Betrieb und die Vermeidung von Konflikten mit Nachbarn. Grundsaetzlich gibt es zwei Aufstellmoeglichkeiten: auf einem Betonfundament im Aussenbereich oder wandmontiert an der Hausfassade. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.
Bei der Aufstellung auf einem Fundament wird die Einheit typischerweise auf Schwingungsdaempfer gestellt, um die Uebertragung von Koerperschall auf das Gebaeudeinnere zu minimieren. Ein Abstand von mindestens 3 Metern zur Grundstuecksgrenze ist empfehlenswert, um baurechtliche Anforderungen zu erfuellen und Laermkonflikte zu vermeiden. Die Freiluftaufstellung ermoeglicht eine optimale Luftzufuhr und -abluft.
Schallschutz: Was ist zu beachten?
Die Geraeuschentwicklung einer modernen Luft-Wasser-Waermepumpe ist deutlich zurueckgegangen. Aktuelle Modelle erreichen Schalldruckpegel von 45 bis 55 dB(A) in einem Meter Abstand. Zum Vergleich: Ein normales Gespraech liegt bei ca. 60 dB(A), ein Kuehlschrank bei ca. 40 dB(A). Dennoch ist das Thema Schallschutz wichtig, insbesondere in dicht besiedelten Wohngebieten.
Die TA Laerm gibt vor, dass in allgemeinen Wohngebieten tagsuebers 55 dB(A) und nachts 40 dB(A) an der naechsten Wohnbebauung nicht ueberschritten werden duerfen. Ein guter Fachbetrieb fuehrt deshalb vor der Installation eine Schallimmissionsberechnung durch und waehlt Position und Modell entsprechend aus.
Planungstipp: Die Ausrichtung des Luftaustrittsgitters beeinflusst massgeblich die Schallausbreitung. Eine Ausrichtung weg vom Nachbargrundstuck und weg von reflektierenden Waenden reduziert die wahrgenommene Geraeuschbelastung erheblich.
Hydraulische Einbindung ins Heizsystem
Die Inneneinheit einer Luft-Wasser-Waermepumpe – auch Hydromodul oder Kompaktgeraet genannt – wird in der Regel im Keller oder einem technischen Raum aufgestellt. Sie enthaelt den Waermetauscher, die Umwaelzpumpe, ein Ausdehnungsgefaess und ggf. einen elektrischen Heizstab als Erwaermungsunterstuetzung bei sehr niedrigen Aussentemperaturen.
Wichtig ist, dass die Zuleitungsrohre zwischen Aussen- und Inneneinheit fachgerecht gedaemmt werden, um Waermeverluste und Kondensationsschaeden zu vermeiden. Der hydraulische Abgleich des gesamten Heizsystems ist ebenfalls zwingend erforderlich und wird vom Gesetzgeber im Rahmen der BEG-Foerderung sogar vorgeschrieben.
Typischer Installationsablauf
- Tag 1: Lieferung der Anlage, Vorbereitung des Fundamentes, Vorbereitung der Wanddurchfuehrungen
- Tag 1-2: Montage der Ausseneinheit, Verlegung der Kaeltemittelleitungen und Elektroleitungen
- Tag 2-3: Installation der Inneneinheit, Anbindung ans Heizsystem, Befuellung und Entlueftung
- Tag 3: Inbetriebnahme, Einstellung aller Parameter, hydraulischer Abgleich
- Tag 3: Einweisung des Betreibers, Uebergabe aller Unterlagen, Foerderdokumentation